• 2025/2026 Agrana. CEO Stephan Büttner: "Zucker mit negativer Entwicklung, aber Agrana bleibt ein Dividendentitel"
    May 12 2026
    Süße Produkte, harte Märkte: "Das Geschäft mit Zucker ist ein zyklisches Geschäft, es ist volatil. Im Moment sind wir in einer Talsohle." Agrana-CEO Stephan Büttner spricht von "außerordentlichen Sondereffekten", darunter befindet sich auch die Zollproblematik. "Der Zucker hat eine negative Entwicklung." Die Zucker-Restrukturierung des Unternehmens (z.B. Werkschließungen in Leopoldsdorf und Hrušovany) zeigte Wirkung. Food & Beverage Solutions liefert mehr als die Hälfte des Umsatzes. Das Segment lieferte 2025/26 gut die Hälfte des Konzernumsatzes und mit 103,3 Mio. Euro EBIT den größten und stabilsten Ergebnisbeitrag. Der allgemeine Umsatz fiel um 7,9 %, das operative Ergebnis stieg leicht, der EBIT brach wegen Sondereffekten aber auf 3,2 Mio. Euro ein. Konzernergebnis: -35,6 Mio. Für 2026/27 stellt Agrana 70 bis 90 Mio. Euro EBIT in Aussicht.
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    10 mins
  • Mit Speed durch 2026. Frequentis-CEO Norbert Haslacher:
    May 8 2026
    "Eine instabile Welt sorgt primär für eine erhöhte Budgetlage in den Ländern." Und von dieser möchte auch die Frequentis Gruppe in den drei Hauptgerschäftsfeldern Luftfahrt, Transport und kritische Infrastrukturen profitieren, dabei verlässt sie sich gerne auf die lokale Kundennähe. "Es geht gar nicht so sehr darum, von anderen Marktanteile wegzunehmen, sondern den wachsenden Markt entsprechend gut bedienen zu können. Über die Technologieführerschaft schaffen wir die Weltmarktführerschaft", so CEO Norbert Haslacher. Akquisitionen spielen dabei durchaus eine Rolle - Haslacher erwähnt eine bevorstehende im dreistelligen Millionenbereich: "Dafür könnte es eine Kapitalerhöhung geben." Die Orderbücher sind gut gefüllt. "Was das Jahr 2026 angeht, sind wir sehr energetisch." Das Unternehmen bleibt dennoch in der Guidance aufgrund der geopolitischen Situation und wegen der Lieferkettenproblematik konservativ: "Um die 10 % Umsatzwachstum erwarten wir sowie eine EBIT-Ratio von 7 %."
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    19 mins
  • Jahreszahlen 2025 Polytec. CEO Markus Huemer: "Europäische Automobilindustrie erlaubt kein Wachstum"
    May 4 2026
    Zölle und Energiekosten treffen auch Polytec, aber "es ist müßig, auf jede Reaktion von Trump entsprechend zu reagieren", so CEO Markus Huemer. Das meiste Geld verdient Polytech weiterhin mit Passengers, Cars and Light Commercial Vehicles, also PKWs und leichten Nutzfahrzeuge, darunter viele mit Elektroantieb: "Je mehr Elektromobilität kommt, umso glücklicher sind wir, weil grundsätzlich mehr Wertschöpfung schon in unseren neuen Bauteilen für die Elektroantriebe besteht." Der Umsatz ist 2025 leicht auf 666,8 Mio. Euro gesunken, das EBIT ist aber von 3,5 auf 19,8 Mio. Euro gestiegen. "Wir haben uns von unserem Problemgeschäft getrennt und deutlich Personal abgebaut." Die Dividende liegt bei 0,20 Euro Dividende vor, die Nettoverschuldung ist auf 17,6 Mio. Euro reduziert. "Das Jahr 2026 bleibt anspruchsvoll. Die Automobilindustrie in Europa erlaubt kein Wachstum."
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    12 mins
  • Was ist die nächste Red-Bull-Story? Österreichs nächste Überflieger: UpNano, AEEG und der Weg zur Börse
    Apr 29 2026
    Arno Fuchs ist der "Fuchs im Finanzierungsrevier". Der Gründer und CEO von FCF Fox Corporate Finance erklärt, warum aus guter Technologie allein noch lange kein Champion wird. Beispiel Quantum Systems: Früher eine junge Drohnenfirma mit Finanzierungsbedarf, heute ein Defense-Unicorn mit Milliardenbewertung. Ohne Fördermittel, Factoring, Kapitalerhöhungen und EIB-Finanzierung wäre der Überflieger vielleicht nie abgehoben. Fuchs sagt Klartext: Europa baut oft die besseren Produkte, Amerika verkauft besser. Oder wie er sagt: "Die Amerikaner wissen, wie sie dem Papst ein Doppelbett verkaufen." In Österreich sieht er spannende Unicorn-Kandidaten, etwa UpNano aus Wien mit 3D-Druck im Nanobereich und AEEG aus Niederösterreich mit einem neuartigen, nicht toxischen Sprengstoff. Entscheidend ist nicht das Buzzword, sondern Wachstum, Substanz, Vertriebskraft und Kapitalmarktfähigkeit. Ein IPO muss nicht riesig sein. Er muss liefern können.
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    17 mins
  • re:guest wächst stark, baut Plattform aus und sucht Kapital
    Apr 27 2026
    30 % Wachstum, klare Strategie, große Ziele: re:guest baut eine Plattform für die Hotellerie. CEO Michael Mitterhofer erklärt den Umbau nach dem Börsengang, steigende Kosten, mehr Schulden und den Plan für weiteres Wachstum. Warum jetzt Investoren gefragt sind, welche Rolle KI spielt und wie Hotels künftig alles aus einer Hand bekommen sollen.
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    11 mins
  • Semperit-IR Bettina Schragl über das B&C-Übernahmeangebot: "Wir werden bis 4. Mai Stellungnahme veröffentlichen"
    Apr 24 2026
    Semperit AG Holding: 2025 war kein Sprint, eher ein Stolperstart mit starkem Schlussspurt. Für 2026 macht Semperit wieder mehr Mut. Und mit dem Übernahmeangebot der Mehrheitsaktionärin B&C Holding (17. April) ist auch bei der Aktie plötzlich mehr Zug drin. "Wir werden bis spätestens 4. Mai unsere Stellungnahme veröffentlichen", so Bettina Schragl (IR) auf der Invest in Stuttgart. Für 2025 fällt zudem eine Dividendenausschüttung aus. "Wir wollen profitables Wachstum, um den Umsatz wieder auf 1 Mrd. zu bringen." Das österreichische Traditions-Unternehmen aus der Gummiindustrie leidet ebenso unter den hohen Energiekosten: "Jeder dritte Rolltreppenhandlauf ist von Semperit."
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    8 mins
  • 252 Jahre jung: Die Fonds-Idee trotzt Krieg, Ölpreis und Börsenlärm
    Apr 23 2026
    Nahost, Öl, Nervosität, Schlagzeilen im Dauertakt - und ausgerechnet ein Mann aus dem 18. Jahrhundert liefert die vernünftigste Antwort. Abraham van Ketwich, Amsterdamer Kaufmann und Pionier des ersten Investmentfonds, brachte 1774 auf den Punkt, was bis heute gilt: Nicht alles auf eine Karte setzen, sondern breit streuen. "Eendragt Maakt Magt" - Eintracht macht stark - war mehr als ein Fondsname, es war die Kampfansage an Klumpenrisiko und Anlegerpanik. Heinz Bednar, Präsident der VÖIG, zeigt zum Weltfondstag, warum diese Idee heute wieder hochmodern ist. Wer auf jede Schlagzeile anspringt, verzockt oft die eigene Strategie. Fonds sind deshalb kein braves Pflichtprogramm, sondern ein stabiles Werkzeug für langfristigen Vermögensaufbau. In Österreich stieg das Fondsvolumen 2025 auf rund 236,5 Mrd. Euro - ein Rekord und auch ein Vertrauenssignal.
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    16 mins
  • Palfinger-IR Hannes Roither: "Wir haben aufgeräumt und unser gebundenes Kapital um ca. 50 Millionen reduziert"
    Apr 23 2026
    Leiwand! Zehn österreichische Unternehmen auf der Stuttgarter Invest. In diesem börsennotierten "Österreich-Paket" steckt auch die Palfinger AG. "Die Zölle im vergangenen Jahr haben uns 12 Millionen EBIT gekostet", so IR Hannes Roither. Vom höheren Ölpreis ist das Unternehmen aber nicht betroffen. "Doch durch die Verunsicherung verschleppen sich Investitionen." Das Auftragsbuch bleibt "relativ stabil" mit einer Visibilität von etwa sieben Monaten. Über 180 Mio. Cashflow in 2025 und mehr als 200 Mio. weniger Netto-Schulden: "Da sieht man auch, dass wir unser gebundenes Kapital ungefähr um 50 Millionen reduziert haben." Roither über die "Reach Higher - Strategy 2030+": "Wir machen rund 350 Millionen Umsatz im Servicebereich. Den wollen wir in den nächsten fünf Jahren verdoppeln."
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