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  • 124 I Ferrari verspätet, Grrr…
    May 4 2026

    Über viele Dinge im Leben kann man sich ärgern – wenige von uns werden aber wohl schon einmal die Erfahrung gemacht haben, auf einen bestellten und schon angezahlten Ferrari warten zu müssen.

    Das ist aber unserem Kläger im heutigen Fall passiert. Er hatte 2020 einen Kaufvertrag geschlossen und wartete seit dem auf die Lieferung seines Ferrari. Nach zwei Jahren hatte dann auch unser geduldiger Kläger genug und erklärte seinen Rücktritt.

    Das wies der Verkäufer aber zurück, denn wenn er sich so die WhatsApp-Nachrichten anschaue, dann gehe aus diesen ganz klar hervor, dass der Kläger einer Fristverlängerung der Lieferung zugestimmt hatte. Und das auch mit explizitem Verweis auf die verwendeten Emojis – Grrr…

    Wie sich Emojis im juristischen Kontext auslegen lassen und worauf ihr dabei achten müsst, erfahrt ihr in dieser Folge von Einfall im Recht mit Klara Dresselhaus und Anna Patzer.


    Nach dem Urteil: OLG München, Endurteil v. 11.11.2024 – 19 U 200/24 e


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    42 mins
  • 123 I KI, Quatsch und Paragraphen
    Apr 20 2026

    In der neuen Folge von Einfall im Recht wird’s ein bisschen absurd: Was passiert, wenn eine KI selbstbewusst Unsinn erzählt und dabei echten Schaden anrichtet? Und vor allem: Wer muss dafür geradestehen – die Maschine oder die Menschen dahinter?

    Nour El Houda Moussaoui und Sefqan Bendes schauen sich zwei Fälle an, in denen falsche KI-Aussagen für ordentlich Ärger sorgen – vom politisch aktivistischen Verein bis zum mittelständischen Unternehmen, dessen Ruf plötzlich auf wackligen Beinen steht.

    Eine Folge über smarte Technik, dumme Fehler und die ziemlich menschliche Frage nach Verantwortung im digitalen Zeitalter.

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    25 mins
  • 122 I Keine Angst vor der DriSchaLi!
    Apr 6 2026

    F arbeitet fast ein Jahrzehnt lang für B, teilweise 60 bis 80 Stunden pro Woche und das für gerade einmal 1.000 € im Monat. Als B irgendwann einfach aufhört zu zahlen verlangt F ihr Geld zurück: stolze 22.000 €. Eigentlich eine klare Sache, oder?

    Nicht ganz. Denn B kontert, F habe nach Vertragsende einfach die Büroräume weiter genutzt und dadurch sei ein Schaden entstanden. Allerdings nicht bei ihm selbst, sondern bei „seiner“ GmbH. Und genau hier wird’s examensrelevant: Kann man fremde Schäden einfach „mitnehmen“? Willkommen bei der DriSchaLi!

    Leon Wardelmann und Rojda Sonnenwald klären in dieser Folge: Was steckt hinter der Drittschadensliquidation, kann man mit einem fremden Schaden überhaupt aufrechnen und warum entscheidet am Ende ein eher unscheinbares Aufrechnungsverbot den ganzen Fall?

    Nach dem Fall BGH, Urteil vom 11.9.2025, Az. III ZR 274/23

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    35 mins
  • 121 I wenn der Junior in Papas Play Store zuschlägt
    Mar 23 2026

    Da überlässt man als fürsorglicher Vater im Rahmen der „allgemeinen Medienerziehung“ dem Sohn das Tablet samt Zugang zum Nutzerkonto für den Play Store und 20 Monate später fällt dann auf, dass 33.748 € vom Konto weg sind.

    Genau das ist dem Kläger in unserer neuen Folge von Einfall im Recht passiert. Er möchte jetzt aber das Geld zurück haben – und zwar, wie er sagt, weil er die Einkäufe des Sohnes nie gebilligt oder genehmigt hatte. Hinzu kommt, dass unser Junior gerade eben erst sieben Jahre alt geworden ist.

    Wie in Fällen von Einkäufen digitaler Inhalte mit der Stellvertretung umzugehen ist, was es eigentlich mit dem Handeln unter fremdem Namen auf sich hat, und wie sich in solchen Fällen die Minderjährigkeit des Sohnes niederschlägt, erfahrt ihr in dieser Folge mit Klara Dresselhaus und Anna Patzer.


    Nach dem Urteil: LG Karlsruhe Urteil vom 24.9.2025 – 2 O 64/23

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    32 mins
  • 120 I Augen auf im RechtsVerkehr
    Mar 9 2026

    In dieser Folge von Einfall im Recht nehmen euch Leon Wardelmann und Rojda Sonnenwald mit in einen spannenden Leasing-Fall: L hat 2023 ein Auto geleast, wollte es privat und beruflich nutzen – und fast drei Jahre später erklärt er plötzlich: „Ich widerrufe den Vertrag!“

    Unsere Hosts klären: Wer ist Verbraucher, welche Widerrufsrechte gelten bei Kilometerleasing und hat man mit einem Widerruf nach Jahren überhaupt dennoch Chancen?

    Spannend für alle, die wissen wollen, wo die Grenzen des Verbraucherschutzes liegen und warum Kilometerleasing für Anbieter besonders sicher ist.

    Nach dem Fall BGH, Urteil vom 25.9.2024, Az. VIII ZR 58/23 und BGH, Urteil vom 24.02.2021, Az. VIII ZR 36/20

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    35 mins
  • 119 I Das gibt 'ne Schelle!"
    Feb 23 2026

    Wenn Ihr eine Sache im Besitz habt, dann dürft Ihr diesen Besitz auch grds. verteidigen. Aber wie weit kann diese Verteidigung eigentlich gehen?

    In unserer heutigen Folge besprechen Klara Dresselhaus und Anna Patzer zwei Fälle, die sich um den sog. possessorischen Besitzschutz drehen.

    Im ersten Fall stellen wir uns die Frage, ob man sich bei einer Besitzstörung auch mit einer Ohrfeige wehren darf und im zweiten, wann eine Besitzstörung gegeben ist, wenn eine vermeintlich entgegenstehende Klausel im Vertrag vereinbart wurde.

    Die Antworten darauf gibt’s in der Folge!


    Nach dem Urteil: OLG Dresden, Urt. v. 24. März 2020 – 4 U 45/20 und AG Brandenburg, Urt. v. 13. Juni 2013 – 31 C 153/13

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    32 mins
  • 118 I Billig Wohnen - Teuer Streiten
    Feb 9 2026

    In dieser Folge von Einfall im Recht dreht sich alles um ein Examensklassiker-Thema: Mietvertrag, Vertretungsmacht und die Grenzen des Innen- und Außenverhältnisses bei einer GmbH.

    Mieterin M und ihr Lebensgefährte L beziehen 2017 eine geräumige Wohnung der WohnenPlus GmbH. Alles gut? Fast. Der damalige Geschäftsführer D handelte ohne Absprache mit den Gesellschaftern, der neue Geschäftsführer N möchte die Mieter nun loswerden. Und das alles, obwohl die Wohnung doch für M und L ein echter „Schnapper“ war.

    Leon Wardelmann und Rojda Sonnenwald analysieren Schritt für Schritt, warum der Mietvertrag wirksam zustande kam, welche Rolle die Ausnahmen Kollusion und Evidenz spielen und warum die Mieter am Ende rechtlich geschützt sind. Ideal für alle, die verstehen wollen, wie BGH-Rechtsprechung praktisch auf Examensklausuren übertragen wird.

    Ein Fall, der zeigt: Innen Chaos, aber außen zählt.

    Nach dem Fall BGH, Urteil vom 26.3.2025, Az. VIII ZR 152/23

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    26 mins
  • 117 I Opas Covershooting verletzt mein APR!
    Jan 26 2026

    Warnung vorweg: Diese Folge von Einfall im Recht widmet sich zumindest am Rande einem sehr sensiblen Thema. Der siebzehnjährige Kläger in diesem Fall ist in seiner Kindheit womöglich Opfer von Kindesmissbrauch gewesen. Ob dies tatsächlich so stattgefunden hat ist unklar, allerdings behauptet eine Heilpraktikerin, diese traumatische Erfahrung im Unterbewusstsein des Klägers gefunden zu haben. Täter soll der Großvater der Familie gewesen sein.

    Das sofort eingeleitete Ermittlungsverfahren wurde recht schnell wieder beendet, die Gerüchteküche im Dorf brodelt aber natürlich weiter. Um seinen Ruf wiederherzustellen wagt der Großvater die Flucht nach vorn und gibt einer überregionalen Tageszeitung ein Interview unter Klarnamen und abgedruckten Foto vor seiner Haustür. Der Enkel erhält zwar ein Alias, dennoch beschleicht ihn die Sorge in dem Interview als vermeintliches Opfer identifiziert werden zu können. Er sieht sein allgemeines Persönlichkeitsrecht verletzt und wendet sich nun gerichtlich gegen seinen Großvater.

    Wie hier das öffentliche Recht und das Zivilrecht zusammenkommen, welche die richtige Anspruchsgrundlage ist und wie das Allgemeine Persönlichkeitsrecht in der Prüfung sauber eingebettet wird, besprechen Elisabeth Wondracek und Moritz Hörnig mit Euch in der neuen Folge von Einfall im Recht!


    Nach dem Urteil: BGH, 17.12.2024 – VI ZR 311/23

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    32 mins