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Zukunft Natur

Zukunft Natur

By: Naturbotschafter - Michel Hänggi
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Summary

In diesem Podcast erzählen Fachpersonen aus der Naturförderung von ihrer Arbeit, Projekten und den zentralen Herausforderungen auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Natur. Sie teilen ihr Wissen und geben praktische Tipps, wie du die Tier- und Pflanzenwelt zu Hause, in deiner Gemeinde, im Verein oder im Berufsalltag aktiv fördern kannst. Zu Gast sind Expertinnen und Experten aus der Landschaftspflege, der Wildhut, dem Forstwesen, aus Ökobüros, Gärtnereien, Universitäten und dem Naturschutz. Hier erhältst du Sicherheit und Inspiration, damit wir auch in Zukunft auf eine gesunde Natur hinarbeiten.Naturbotschafter - Michel Hänggi Biological Sciences Science
Episodes
  • #18 Die Schmetterlingsgärten - Ein Erfolgskonzept
    May 14 2026

    In dieser Folge spreche ich mit Andrea Haslinger über das Projekt „Bonjour Nature“ von Pro Natura und darüber, wie Gärten zu wertvollen Lebensräumen für Schmetterlinge und viele weitere Arten werden können.

    Andrea gibt spannende Einblicke in den Ablauf der Zertifizierung und erklärt, warum die Anforderungen bewusst hoch sind und was im Vergleich zu den früheren Zertifizierungen geändert hat. Ein Naturgarten ist mehr als einfach „wachsen lassen“. Er braucht Wissen, gezielte Pflege und die richtigen Strukturen.

    Wir sprechen auch darüber, wie der Weg zur Zertifizierung aussieht, wie man sich anmeldet und wie der Gartentest auf der Website dabei hilft, den eigenen Garten besser einzuschätzen.

    Ein paar Tipps kommen auch vor. Was hat in einem Schmetterlingsgarten keinen Platz? Themen wie Neophyten und Pestizide spielen dabei eine zentrale Rolle.

    Und für alle ohne eigenen Garten gilt: Jede Fläche zählt. Andrea zeigt, wie auch Balkone oder kleine Flächen einen Beitrag leisten können.


    Links:

    Bonjour Nature

    Direkt zum Gartentest

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    44 mins
  • #17 Wie die Schutzwälder alle Schweizer schützen
    May 7 2026

    In dieser Folge spreche ich mit Martin Kreiliger über Schutzwälder und ihre zentrale Rolle für unsere Sicherheit. Denn sie gehören zu den effektivsten und gleichzeitig kostengünstigsten Massnahmen gegen Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag oder Überschwemmungen.

    Wir erfahren, welche Baumarten und Mischungen je nach Gefahr am besten geeignet sind und warum ein stabiler Schutzwald weit mehr ist als nur eine Ansammlung von Bäumen. Gleichzeitig sprechen wir über die Herausforderungen in der Praxis. Sowohl bei der Pflege von Schutzwäldern als auch im Vergleich zu technischen Lösungen wie Steinschlagnetzen.

    Ein spannender Teil ist die Wirkung über die Berge hinaus: Schutzwälder tragen dazu bei, dass auch das Mittelland besser vor Naturgefahren geschützt ist. Doch wie entwickeln sich diese Wälder? Nehmen sie zu oder ab?

    Mit Blick in die Zukunft wird klar. Der Klimawandel stellt Schutzwälder vor grosse Herausforderungen. Gleichzeitig gibt es auch positive Nachrichten, etwa durch die genetische Vielfalt der Bäume, die Anpassung ermöglicht.

    Wir sprechen zudem über die Wiederbewaldung nach Störungen wie Waldbränden. Warum ist die natürliche Verbreitung von Samen oft nicht ausreichend? Und weshalb spielen Forstgärten eine entscheidende Rolle, um im Ernstfall schnell reagieren und Hänge stabilisieren zu können?

    Eine Folge über die Bedeutung, die Verletzlichkeit und das enorme Potenzial unserer Schutzwälder und warum sie eine der klügsten Investitionen in unsere Zukunft sind.

    Zum Schluss wird es persönlich. Martin erzählt, warum der Wolf sein Lieblingstier ist.


    Links:

    Bergwaldprojekt

    Klengeln erklärt

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    52 mins
  • #16 Unser paradoxe Umgang mit der Natur
    Apr 30 2026

    In dieser Folge spreche ich mit Sandro Jenni über unsere Beziehung zu Tieren und die Frage, warum uns manche Schicksale tief berühren, während andere kaum Beachtung finden.

    Im Alltag zeigt sich ein spannendes Muster: Einzelne Tiere, etwa ein gestrandeter Wal oder ein bekanntes Zootier, können grosse Emotionen und Mitgefühl auslösen. Gleichzeitig bleibt das Leid vieler anderer Tiere oft abstrakt und fern. Wir gehen diesem Phänomen auf den Grund und sprechen darüber, wie Nähe, Geschichten und Identifikation unsere Wahrnehmung prägen.

    Ein zentraler Aspekt ist die Frage, wie wir Tieren Leidensfähigkeit zuschreiben. Diese Einschätzung ist selten objektiv, sondern stark von unserem Kontext abhängig. Tiere, die wir beobachten, kennenlernen oder emotional zuordnen können, erscheinen uns oft „näher“. Während andere weniger stark wahrgenommen werden.

    Dabei spielen auch kulturelle Unterschiede eine wichtige Rolle. Je nach Gesellschaft werden Tiere unterschiedlich bewertet, geschützt oder genutzt. Diese Normen beeinflussen unser Denken stärker, als uns oft bewusst ist.

    Wir sprechen zudem darüber, wie unser Gehirn mit inneren Widersprüchen umgeht. Menschen mögen keine Konflikte und versuchen, sie möglichst schnell aufzulösen. Das führt oft dazu, dass wir einfache Erklärungen oder Rechtfertigungen suchen, anstatt uns mit der ganzen Komplexität auseinanderzusetzen.

    Gerade in einer Zeit, in der viele Themen emotional aufgeladen sind, wird dieser Mechanismus besonders sichtbar. Medien und Gesellschaft greifen häufig einzelne, gut erzählbare Geschichten auf, während grössere Zusammenhänge schwieriger greifbar bleiben.

    Link: Buch

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    46 mins
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