Episodes

  • Wie Wolfgang Streeck und Chantal Mouffe zum Meme geworden sind! – Speakeasy 33
    Jun 13 2026

    In der neuen Speakeasy-Bar setzen wir zwei Schwerpunkte: In der ersten Stunde sprechen wir über den linken Populismus, und zwar anhand eines Gesprächs zwischen Chantal Mouffe und Wolfgang Streeck, das bereits vor fünf Jahren erschienen ist, aber dennoch vor wenigen Tagen viral ging. Im Meme-Zeitalter reicht dazu oft nur ein Clip.

    Dies ist ein guter Anlass, auf diese Debatte erneut zu blicken und die verschiedenen Ansätze zu diskutieren. Was, wenn die Neoliberalismuskritik von links einen wichtigen Akteur übersehen hat?

    Die zweite Stunde der Speakeasy-Bar beschäftigt sich mit Geopolitik: In Kanada debattierten kürzlich Realisten wie John Mearsheimer mit republikanischen Falken über die richtige Außenpolitik und die Rolle der USA. Selten hat man so klar das imperialistische Gehabe ausgestellt gesehen. Während die amerikanischen Falken (und sie unterscheiden sich gar nicht so sehr von ihren europäischen Kollegen) glauben, Monster jagen zu müssen, bezweifeln Realisten, dass es überhaupt Monster gibt, stattdessen sehen sie Interessen.

    Mehr als zwei Stunden lang sprechen wir in der Speakeasy-Bar über diese beiden Debatten!



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    21 mins
  • Wolfgang und Maxim K.I.Z sprechen über AMERICAN PSYCHO!
    Jun 12 2026

    Aus der Reihe: Meisterwerke der Literatur und was sie uns lehren


    Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Maxim K.I.Z. über »American Psycho« von Bret Easton Ellis


    © Eine Veranstaltung des Literaturforums im Brecht-Haus


    Website: https://lfbrecht.de/


    YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@lfbrecht

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    1 hr and 36 mins
  • Ep. 357: Wie Apple (aus Versehen) die Weltmacht China schuf
    Jun 10 2026

    Wer den Aufstieg Chinas verstehen will, muss über die Erfolgsgeschichte von Apple sprechen. Vor 1998 sah es nicht danach aus, als könnte Steve Jobs noch große Taten vollbringen. Apple schwächelte, bis Jobs den iMac vorstellte, der, so erklärte der exzentrische Unternehmer, im Gegensatz zu den anderen Computern nicht hässlich war.

    Der iMac war zugleich der Startschuss für die Zusammenarbeit mit Fabriken in China. Diese wurde im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut, vor allem der Konzern Foxconn, der in Taiwan ansässig ist, aber hauptsächlich in China produzierte, spielte dabei die maßgebliche Rolle.

    Als die Kooperation mit Apple begann, hatte das Unternehmen von Terry Gou 20.000 Mitarbeiter, innerhalb weniger Jahre waren es 800.000. Auf diese indirekte Weise bildete Apple Millionen Chinesen aus und brachte Know-How ins Land. Irgendwann konnten chinesische Firmen mit diesem perfekt ausgebildeten Personal Apple und anderen US-Konzernen Konkurrenz machen. Was aus einer betriebswirtschaftlichen Logik für Apple Sinn ergab, wurde für die USA zu einem Problem im Kampf um die ökonomische Vorherrschaft.

    Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



    Termine:


    Ole ist am 23. Juni in Kiel:

    https://live.kieler-woche.de/warum-ich-niemals-fuer-mein-land-kaempfen-wuerde-lesung-und-gespraech/


    Wolfgang ist am 24. Juni in Mainz: https://www.institutfrancais.de/de/mainz/event/gesellschaft-lesen-oekonomie-familie-und-religion-den-romanen-michel-houellebecqs-28868#/


    Ole und Wolfgang sind am 25. Juni in Hamburg:

    https://tickets.centralkomitee.de/product/95403/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-25-06-2026


    Ole und Wolfgang sind am 20. August in Bayreuth:

    https://www.friedrichsforum.de/programm/260820-schmitt-richard-wagners-revolutionen


    Wolfgang und Stefan sind am 22. August mit den „Neuen Zwanzigern“ in Frankfurt: https://diekaes.ditix.shop/event/mynsx0wxeg0eaa7y



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    38 mins
  • Wir gehen auf Tour: Schlager für Alle!
    Jun 6 2026

    Wohlstand für Alle“ rief Ludwig Erhard, der Vater der Sozialen Marktwirtschaft, aus. Ole und Wolfgang fordern: Schlager für Alle!

    Die Wirtschaftsgeschichte der Bundrepublik lässt sich wunderbar anhand von Schlagern erzählen, sie sind Spiegel des jeweiligen Zeitgeistes sowie ökonomischer Krisen und Reformen.

    So klagen die Bürger 1949 passend zur Inflation: „Wer soll das bezahlen?“, wohingegen sie 1960 dank des Wirtschaftswunders wissen: „Gehen Sie mit der Konjunktur!“ Die 1968er lösen tiefen Unmut bei Freddy Quinn aus, während Udo Jürgens beinahe zum Revolutionär wird.

    In einem abendfüllenden Programm erklären und besingen Ole und Wolfgang das "Wirtschaftswunder" anhand von Schlagern.



    25.06. Hamburg: https://tickets.centralkomitee.de/product/95403/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-25-06-2026



    05.07. Düsseldorf:

    https://zakk.de/event-detail?event=16010



    15.08. Berlin: https://d2mberlin.de/veranstaltung/schlagerfueralle/



    30.10. Frankfurt: https://diekaes.ditix.shop/event/n1xk0eq2dyksnve3


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    5 mins
  • Ep. 356: Stalin und die Kollektivierung der Landwirtschaft
    Jun 3 2026

    Wie ist die Zwangskollektivierung, die Josef Stalin Anfang der 1930er-Jahre durchführen ließ, ökonomisch zu bewerten? Zunächst ist festzuhalten, dass es sich nicht nur um ein wirtschaftliches Programm handelte. Gewiss, man wollte die Produktivität der Agrarwirtschaft erhöhen und dadurch genügend freie Arbeitskräfte gewinnen, die in der neuen Industrie arbeiten konnten.

    Zugleich verfolgte die Kollektivierung ideologische Ziele: Die Einführung des Sozialismus bedeutete den radikalen Bruch mit der Eigentumsordnung des Zarenreichs, weshalb man sich mit den Großbauern anlegen musste. Auf Geheiß von Stalin wurde die Kollektivierung temporeich und gewaltsam vorangetrieben.

    Auch wenn Stalin bald in einem Artikel in der „Prawda“ zurückruderte und so tat, als habe er diese gewaltvollen Aktionen nie gewollt, war völlig klar, worauf seine Anweisungen hinauslaufen würden. Ökonomisch betrachtet, ebneten die brutalen Maßnahmen den Weg zu einer erstaunlichen Industrialisierung. Wäre es aber auch anders und zwar mit weniger Zwang und Repression möglich gewesen?

    Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



    Literatur:


    Robert C. Allen: Farm to Factory. A Reinterpretation of the Soviet Industrial Revolution, Princeton University Press.


    Manfred Hildermeier: Geschichte der Sowjetunion, 1917-1991. Entstehung und Niedergang des ersten sozialistischen Staates, C. H. Beck.


    Josef Stalin: "Vor Erfolgen von Schwindel befallen. Zu den Fragen der kollektivwirtschaftlichen Bewegung", online verfügbar unter:

    https://www.1000dokumente.de/Dokumente/Volltext:Stalin,_%27%27Vor_Erfolgen_von_Schwindel_befallen._Zu_den_Fragen_der_kollektivwirtschaftlichen_Bewegung%27%27#cite_ref-1



    Termine:


    Am 7.6. spricht Wolfgang mit Judith Schalansky in Köln: https://www.philcologne.de/de/programm/phil-cologne/marmor-quecksilber-nebel-woraus-die-welt-gemacht-ist-mit-judith-schalansky


    Am 9.6. spricht Wolfgang mit Patrick Kaczmarcyk in Köln: https://www.philcologne.de/de/programm/klassedenken/klassedenken-was-ist-geld-mit-patrick-kaczmarczyk-und-wolfgang-m-schmitt



    Schlager für Alle:


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    24 mins
  • Literatur #65: Tomer Gardi – Liefern
    May 30 2026

    Weltumspannende Literatur verfasst der israelische Schriftsteller Tomer Gardi mit seinem Roman „Liefern“.

    Im Mittelpunkt stehen Rider auf E-Bikes, die in New Delhi, Berlin und Tel Aviv Essen, Getränke und Einkäufe zu denen bringen, die auf einer Liefer-App bestellt haben. Die Arbeit dieser Rider findet zum großen Teil im Verborgenen statt, Gardi nimmt einen literarisch clever konstruierten Perspektivwechsel vor, der uns mit einem globalen Proletariat konfrontiert, das sich nicht solidarisch verbinden kann, sondern untereinander im Konkurrenzkampf steht; das auf Kunden trifft, die sich den niedrigsten Preis bei höchstem Tempo wünschen und die heillos dem Algorithmus der Plattformen und den Bewertungen der Kunden ausgeliefert sind.

    Die digitale Verfügbarkeit kontrastiert Gardi mit radikaler Abhängigkeit: Der Roman findet eine Sprache und eine Erzählweise, um diesen fundamentalen Souveränitätsverlust packend zu beschreiben.

    In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren wir über diesen außergewöhnlichen Gegenwartsroman.



    Literatur:


    Tomer Gardi: Liefern. In Teilen aus dem Hebräischen übersetzt von Anne Birkenhauer, Tropen.



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    15 mins
  • Ep. 355: Die Sowjetunion – ein ökonomischer Erfolg?
    May 27 2026

    Als die Sowjetunion 1991 aufgelöst wurde, war die Bilanz rasch gezogen: Ein wirtschaftliches Fiasko nahm sein Ende. Gewiss, im Vergleich zu Bürgern in Deutschland oder den USA waren die Menschen in der Sowjetunion bedeutend ärmer. Jedoch hilft einem dieser direkte Vergleich nicht weiter, viel wichtiger ist es, in Relationen zu denken.

    Vergleicht man die Entwicklungen anderer Länder und erkennt man, dass die globale Ungleichheit zwischen den Ländern während des 20. Jahrhunderts stark gestiegen ist, schneidet das realsozialistische Experiment gar nicht so schlecht ab. Die Sowjet-Wirtschaft startete auf einem viel niedrigeren Niveau als die Ökonomien des Westens, konnte aber gleich schnell wachsen.

    In der neuen Folge von “Wohlstand für Alle” sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über einen unkonventionellen Historiker und dessen Blick auf die Dinge.


    Literatur:


    Robert C. Allen: Farm to Factory. A Reinterpretation of the Soviet Industrial Revolution, Princeton University Press.



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    29 mins
  • Wie Philip Manow den Populismus erklärt
    May 23 2026

    In der neuen Speakeasy-Bar diskutieren wir zunächst über den neuesten Streich von Wolfram Weimer. Dieses Mal will der Kulturkampfminister Inhalte bei YouTube regulieren – natürlich ganz staatsfern und ohne den Eindruck von Zensur zu erwecken. In einem Zeitungsbeitrag fordert er, YouTube von den Landesmedienanstalten beaufsichtigen zu lassen; zugleich möchte er den privaten Medienhäusern ein Geschenk machen.

    Das zweite große Thema ist das neue Buch des Politikwissenschaftlers Philip Manow. In „Spaltungslinien“ erklärt er, warum auf EU-Ebene das alte Rechts/Links-Schema nicht mehr greift und damit eine neue Konfliktlinie ausgemacht werden muss zwischen jenen, die für die EU sind und damit die ökonomische wie gesellschaftliche Liberalisierung mittragen, und jenen, die gegen die EU sind, aber sich aufspalten in zwei Lager – eines auf der rechten, eines auf der linken Seite.

    Manow provoziert zudem mit der These, dass die rechten Parteien Europas sich ökonomisch nach links bewegen. Des Weiteren sprechen wir über rechte und linke Architektur, über die Aktualität von Marx‘ Werttheorie, über NGOs im Kapitalismus sowie das Staatsverständnis der Querdenker.



    Literatur:


    Philip Manow: Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats, C.H. Beck.


    Wolfram Weimer über YouTube: https://www.welt.de/debatte/plus69fd75d87e3ff373d429dbd6/kulturstaatsminister-wenn-youtube-das-neue-fernsehen-ist-braucht-es-neue-regeln.html



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    21 mins