Oper ohne Ehrfurcht cover art

Oper ohne Ehrfurcht

Oper ohne Ehrfurcht

By: Larissa Schütz Daniel Url
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Oper = Meisterwerk? Nein! Manche Opern stehen seit ewigen Zeiten auf dem Spielplan, obwohl längst eher der Kanon als das Werk selbst ihre Existenz rechtfertigt. Andere wirken vollkommen absurd und entfalten im Theater trotzdem Saison für Saison eine überwältigende Kraft. Über genau solche Widersprüche streiten Larissa Schütz und Daniel Url seit Jahren. Mit „Oper ohne Ehrfurcht“ machen die Kulturjournalistin und Musikkritikerin und der Operndramaturg und Stimmexperte diese Gespräche jetzt öffentlich. Es geht um musikalische Größe, dramaturgische Schwächen, überbewertete Stimmen, kluge Inszenierungen und die Mechanismen eines Betriebs, den beide gerade deshalb lieben, weil er so widersprüchlich, irrational und manchmal vollkommen verrückt ist. Ein Podcast für Menschen, die Oper nicht erklärt bekommen wollen, sondern eingeordnet, und für alle, die nach der Vorstellung noch weiterdiskutieren möchten. Music Social Sciences
Episodes
  • Der Rosenkavalier - alles nur Kitsch?
    Jun 9 2026
    Die alte Schachtel verliert ihren jungen Liebhaber, ein gefährlicher Verführer kommt durch, weil alle ihn für einen liebenswerten Trottel halten, und mit genügend Zuckerguss wird Wien zu einem plüschigen Sehnsuchtsort, den es so wahrscheinlich nie gegeben hat - Willkommen im Rosenkavalier! So muss man dieses Stück allerdings nicht erzählen. Wir diskutieren, warum die Marschallin viel moderner ist als ihr Ruf, weshalb der Ochs deutlich gefährlicher wird, sobald man aufhört, über ihn zu lachen, und warum manche Rosenkavalier-Inszenierungen gerade dann funktionieren, wenn sie dem Werk den Puderzucker einfach mal streichen. Außerdem stellen wir eine ketzerische Frage: Ist der Rosenkavalier wirklich unantastbar oder haben wir uns einfach daran gewöhnt, ihn nicht mehr zu hinterfragen? Das Urteil hört ihr in der Folge - danach wollen wir eures. Diskutiert mit uns auf Instagram und LinkedIn!
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    33 mins
  • Il Viaggio a Reims - Werk ohne Handlung
    May 26 2026
    Wir fangen direkt dort an, wo man eigentlich nicht anfangen sollte: bei einem Werk, das keine Handlung hat. Il viaggio a Reims von Gioachino Rossini, zu sehen gerade bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2026 in der Regie von Barrie Kosky, ist der perfekte Aufhänger für alles, wofür dieser Podcast steht. Ein Sängerschaufenster aus dem Jahr 1825, geschrieben zur Krönung Karls X., jahrzehntelang verschollen, in den 70ern von Abbado wiederentdeckt und heute von der Staatsoper bis zum Landestheater ein echter Dauerbrenner. Aber warum eigentlich? Larissa und Daniel nehmen das Werk auseinander: Passiert drei Stunden wirklich gar nichts? (Spoiler: Die Pferde sind weg.) Warum sind die Frauenrollen um Längen interessanter gezeichnet als die Männerrollen und warum ist dieses Stück eigentlich der Traum - und der Alptraum - jedes Regisseurs? Das Urteil hört ihr in der Folge - danach wollen wir eures.
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    30 mins
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