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Jüdische Geschichte Kompakt

Jüdische Geschichte Kompakt

By: Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg (Björn Siegel) und Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien Potsdam (Miriam Rürup)
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Herzlich Willkommen bei Jüdische Geschichte Kompakt. Auf unserem neuen Kanal können Sie einzelne Forschungsprojekte zur deutsch-jüdischen Geschichte und Gegenwart genauer kennenlernen und neue Perspektiven auf vermeintlich Alt-Bekanntes erhalten. In unterschiedlichen Staffeln können Sie so wie durch ein Schlüsselloch einen Blick auf das weite Feld der Forschung zur deutsch-jüdischen Geschichte werfen und dabei gleichzeitig ganz bequem von zu Hause aus Neues und Interessantes über unser Land und unsere Geschichte erfahren. Die Staffeln werden mal gemeinsam, mal abwechselnd vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden (www.igdj-hh.de) in Hamburg und dem Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien (www.mmz-potsdam.de) in Potsdam bespielt. An jedem ersten Freitag im Monat wird eine neue Folge des Podcasts online geschaltet und damit ein neuer Blick auf die jüdische Geschichte und Gegenwart freigegeben. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Reinhören. Bleiben Sie interessiert und gesund! Ihr Jüdische-Geschichte-Kompakt-Team Science Social Sciences World
Episodes
  • #94 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.3 Flucht nach Shanghai
    Jul 2 2026
    Steven Less‘ Vater, der Künstler John Hans Less, konnte als Sechzehnjähriger aus Berlin vor dem Nationalsozialismus fliehen. Zusammen mit seiner Familie gelangte er im September 1940 nach Shanghai. Die chinesische Hafenstadt war damals einer der letzten Orte, in denen Jüdinnen und Juden aus Europa Zuflucht finden konnten. Auf die Bedeutung der Stadt, in der John Hans Less zusammen mit rund 20.000 anderen jüdischen Geflüchteten inmitten von Armut, Enge, subtropischem Klima und großer Unsicherheit lebte, kommt Steven Less ebenso zu sprechen wie auf die Kunst seines Vaters. Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte John Hans Less in die USA, wo er später begann, sich mit seiner Vergangenheit künstlerisch auseinanderzusetzen und zahlreiche Werke in Erinnerung an Shanghai zu schaffen. Während John Hans Less eine Rückkehr nach Deutschland ausschloss, zog sein Sohn Steven Less 1981 nach Heidelberg. John Hans Less, der 2011 in den USA starb, empfand diese Entscheidung als Affront.
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    44 mins
  • #93 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.2 Zweierlei Amerika - Deutsch-jüdische Diaspora in den USA und Lateinamerika
    Jun 5 2026
    Nachdem wir in der ersten Folge dieser Staffel unter der Überschrift „Remapping Survival“ mit Atina Grossmann über deutsch-jüdische Fluchterfahrungen zwischen Iran und Indien gesprochen haben, richten wir den Blick in unserem nächsten Gespräch auf Amerika – oder genauer gesagt auf die beiden Amerikas: Wir wollen in vergleichender Perspektive über die deutsch-jüdische Diaspora in den Vereinigten Staaten von Amerika einerseits und in den Staaten Lateinamerikas andererseits diskutieren. Mit unserem Kollegen David Jünger vom MMZ, der gerade eine umfassende Habilitationsschrift über das Leben des deutsch-jüdischen Rabbiners Joachim Prinz vorgelegt hat, wollen wir über dessen Bedeutung während der Weimarer Republik und den ersten Jahren des Nationalsozialismus sprechen, bevor er schließlich in die Vereinigten Staaten floh und in den 60er Jahren ikonisch für die jüdische Unterstützung der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung geworden ist. Erweitern werden wir diese amerikanische Erfahrung durch einen Blick nach Süden. Im Gespräch mit Liliana R. Feierstein, die als Professorin an der Humboldt-Universität lehrt und forscht, werden wir an die unterschiedlichen Versuche deutschsprachiger Jüdinnen und Juden erinnern, zwischen Mexiko und Argentinien an die vergangene deutschsprachig-jüdischen Kultur fernab der verlorenen Heimat anzuknüpfen.
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    46 mins
  • #92 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.1 Remapping Survival: Atina Grossmann über deutsch-jüdische Fluchterfahrungen
    May 8 2026
    Für unsere erste Folge konnten wir die Historikerin Atina Grossmann aus New York gewinnen. Mit ihrem feinen Gespür für vergessene Akteur:innen und Orte nimmt sie seit mehreren Jahren die Zufluchtsorte deutschsprachiger Jüdinnen und Juden im sogenannten Globalen Süden in den Blick, die von der Forschung lange übersehen wurden. Für Atina Grossmann verbindet sich mit diesen oft vergessenen Geschichten nicht nur ein Forschungsinteresse, sondern auch das Schicksal ihrer Eltern: Sie waren selbst deutsch-jüdische Geflüchtete gewesen, die Berlin 1935 verlassen mussten und sich nach mehreren Zwischenstopps in Asien schließlich in den USA niederließen. In unserem Gespräch erfahren Sie mehr über Atina Grossmanns Familiengeschichte und ihre Forschung sowie darüber, wie beide miteinander verbunden sind.
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    43 mins
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