Episodes

  • Volume 58: Büro der Zukunft: Viel mehr als Obstkorb und New-Work-Phrasen
    Jun 1 2026

    Daniel C. Kuczaj, Gründer und CEO der roomhero GmbH, spricht mit Sonja Rösch darüber, was Büroflächen heute leisten müssen, warum Benefits allein nicht reichen und weshalb auch Umnutzung, möblierte Wohnkonzepte und Senior Living viel stärker von Nutzung, Zielgruppe und Ausstattung her gedacht werden müssen.

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    30 mins
  • Volume 57: Wenn Finanzsteuerung noch mit Excel improvisiert
    Apr 13 2026

    Die Immobilienbranche spricht viel über Digitalisierung. Ausgerechnet dort, wo es um Liquidität, Szenarien und Handlungsfähigkeit geht, wird aber noch immer erstaunlich oft mit Excel, manuellen Übergaben und verteilten Zuständigkeiten gearbeitet. Michael Riesner und Tobias Wriedt beschreiben, warum das lange funktionieren kann, bis es plötzlich nicht mehr reicht.

    Denn je volatiler das Umfeld wird und je mehr regulatorische Anforderungen dazukommen, desto riskanter wird eine Finanzsteuerung, die auf gewachsenen Routinen statt auf belastbaren Daten basiert. Genau darin liegt der Widerspruch: Die Zahlen sind meist da, laufen aber nicht sauber zusammen. Statt Transparenz entsteht Aufwand, statt Übersicht oft nur noch mehr Komplexität.

    Die Folge zeigt deshalb nicht nur, wo das Problem liegt, sondern auch, wo Veränderung sinnvoll beginnt. Nicht bei der großen Komplettlösung, sondern dort, wo klare Verantwortlichkeiten, verlässlichere Daten und erste Quick Wins dafür sorgen, dass aus Improvisation Schritt für Schritt ein belastbares System wird.

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    31 mins
  • Volume 56: Ein Headhunter macht keine Hausbesuche
    Mar 30 2026

    Der Arbeitsmarkt hat sich gedreht. Vieles spricht wieder für den Arbeitgebermarkt, zugleich bleibt der Druck in Schlüsselpositionen hoch. Xenia Krause-Dünow erlebt diese Verschiebung aus nächster Nähe: Unternehmen suchen starke Kandidaten, erreichen sie aber immer seltener über die üblichen Wege.

    Daher müssen auch Headhunter ihre Routinen ändern, notfalls mit Guerillamarketing. Dann steht eben eine Anzeige auf einer Werbesäule vor dem Headquarter der Konkurrenz oder Werbung auf einem Fahrrad genau dort, wo die Gesuchten vorbeikommen.

    Gleichzeitig spüren viele Wechselwillige, dass sich die Lage verändert hat. Sie hoffen auf den einen Anruf vom Headhunter – doch der kommt immer seltener. Wer heute wahrgenommen werden will, muss raus, auf Veranstaltungen gehen, Gespräche führen, sichtbar werden. Ein Headhunter macht eben keine Hausbesuche. Das Netzwerk zählt mehr denn je.

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    42 mins
  • Volume 55: Warum am Bau so viel schiefläuft, obwohl die Antwort längst auf dem Tisch liegt
    Mar 16 2026

    Am Bau werden viele Fehler erst dann sichtbar, wenn jede Korrektur teuer wird. Genau das macht schlechte Abläufe so kostspielig. Stefan Becker spricht über eine Planungsmethode, die Projekte früher strukturiert und Fehler nicht erst auf der Baustelle sichtbar werden lässt.

    Gemeint ist BIM, also die Arbeit mit einem gemeinsamen digitalen Gebäudemodell. Neu ist daran für die meisten nichts mehr. Umso drängender ist die Frage, warum in einer Branche mit immensem Druck noch immer so gearbeitet wird, als wären Reibung und Nachsteuerung einfach normal. Wer früh Verbindlichkeit schafft, verhindert genau jene Unruhe, die Projekte später Zeit und Geld kostet.

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    25 mins
  • Volume 54: Deutschlands Brücken altern schneller als ihr Image
    Feb 2 2026

    Zahlreiche Brücken in Deutschland sind alt, aber funktionieren noch im Alltag. Genau darin liegt die Gefahr. Denn die Belastung hat sich längst verschoben. Lastwagen sind heute deutlich schwerer, die Zahl der Überfahrten ist stark gestiegen. Der Verschleiß wächst, auch wenn er für Nutzer kaum sichtbar ist.

    Heike Schmitz weiß: Schäden entstehen nicht plötzlich. Sie werden früh erkannt, in Prüfungen dokumentiert, lange bevor es zu Sperrungen kommt. Doch mit der Feststellung allein ist nichts gewonnen. Danach beginnt der Teil, der in Deutschland am meisten Zeit kostet: Entscheidungen, Genehmigungen, Beauftragungen. Während diese Prozesse laufen, arbeitet der Verschleiß weiter.

    Was reparierbar wäre, wird dadurch zu einem Sanierungsfall und damit teurer, aufwendiger und schwerer planbar. Die Carolabrücke in Dresden hat vielen vor Augen geführt, was passiert, wenn Vertrauen in Routine zur Gewohnheit wird.

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    23 mins
  • Volume 53: Zu feige für Haltung? Das B2B-Markenproblem
    Jan 26 2026

    Nick Hughes arbeitet dort, wo B2B-Marken unter Druck geraten. Seine Erfahrung ist eindeutig: Klare Positionen werden vermieden, weil sie intern unbequem sind. Aussagen werden weich formuliert, Begriffe verklausuliert und Texte so lange abgestimmt, bis es keinen Widerspruch mehr gibt. Übrig bleibt Kommunikation, die beschreibt, aber nichts aussagt.

    Die Folge davon ist banal und gravierend zugleich. Kunden orientieren sich nicht an der Marke selbst, sondern an Preis oder Bekanntheit. Solange alles läuft, fällt das kaum auf. Doch sobald sich etwas ändert, fehlt die Richtung. Dann zeigt sich, dass eine Marke ohne klare Sprache nicht funktioniert. Das Problem entsteht nicht mit dem Text, sondern davor. Marken werden dort wirksam, wo Unternehmen den Mut haben, eine Haltung festzulegen und ihr eine Sprache zu geben.

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    35 mins
  • Volume 52: Warum gute Projekte schlechte Standorte werden
    Jan 19 2026

    In der Projektentwicklung wird viel entschieden, ohne genau zu wissen, was ein Ort später mit Menschen macht. Es wird über Nutzungsmischung gesprochen und über Aufenthaltsqualität. Am Ende stützt sich vieles auf Erfahrung und Bauchgefühl.

    Kevin Meyer stellt diese Logik infrage. Sein Punkt ist unbequem. Viele Immobilien sind wirtschaftlich schlüssig geplant, funktionieren aber im täglichen Gebrauch einfach nicht. Menschen gehen vorbei, bleiben nicht stehen und kommen nicht zurück. Lange ließ sich kaum erklären, woran das liegt.

    Heute gibt es dafür Daten. Bewegungsmuster lassen sich auswerten und vergleichen. Dadurch wird sichtbar, dass Vermietung allein wenig über die Wirkung eines Ortes aussagt. Denn entscheidend ist am Ende, wie ein Standort genutzt wird und nicht, wie er geplant wurde.

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    21 mins
  • Volume 51: Wer breit streut, rutscht nicht aus
    Jan 12 2026

    Der perfekte Moment zum Kaufen ist eine Erfindung. Vermögen entsteht, wenn man anfängt und den nächsten Schritt nicht aufschiebt. Laura Schick hat mit 23 ihre erste Einzimmerwohnung gekauft und ihr Portfolio über Jahre aufgebaut. Keine Traumimmobilie, sondern eine kleine, vermietete Wohnung, die sich gerechnet hat.

    Genau so beginnt Vermögensaufbau auch heute noch. Nicht am Höhepunkt des Marktes, sondern in Phasen, in denen Unsicherheit herrscht und Entscheidungen unbequem sind. Wer dann handelt, baut Substanz auf. Wer wartet, bleibt Zuschauer.

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    28 mins